17.9.2026
Jugend
Pokal

Was für ein Pokalfight! U19 dreht 0:2 und gewinnt 4:3 nach Verlängerung

SG Dahlem-Schmidtheim – TuS Chlodwig Zülpich U19 3:4 n. V.

Was für ein Pokalabend! Die U19 des TuS Chlodwig Zülpich steht nach einem unglaublichen Fight über 120 Minuten in der nächsten Runde des Kreispokals. Beim 4:3-Sieg nach Verlängerung bewies die Mannschaft vor allem eines: Sie gibt niemals auf.

Dabei sah es zwischenzeitlich alles andere als gut aus. Die SG Dahlem-Schmidtheim stellte sich tief und nahm der Zülpicher Mannschaft damit zunächst ihre große Stärke: das schnelle Umschaltspiel.

### Gegen den tiefen Block Lösungen finden

Dahlem verteidigte konsequent im tiefen Block. Die Räume hinter der Abwehr, die Zülpich im eigenen Spiel gerne für schnelle Umschaltaktionen nutzt, waren kaum vorhanden.

Die Mannschaft musste deshalb zunächst lernen, gegen diese defensive Ordnung andere Lösungen zu finden. Es dauerte, bis die U19 ihren Rhythmus fand und Wege entwickelte, den tief stehenden Gegner zu überwinden.

Was dabei besonders beeindruckte: Die Mannschaft verlor nie den Glauben.

Auch beim zwischenzeitlichen Rückstand wurde nicht gehadert. Stattdessen versuchte jeder Spieler weiter, Lösungen zu finden und die Partie wieder in die eigene Richtung zu drehen.

### Luis Banha Ladeira bringt Zülpich zurück

Nach dem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand setzte die U19 das erste Ausrufezeichen ihrer Aufholjagd.

Luis Banha Ladeira erzielte den Treffer zum 1:2 und brachte Zülpich damit zurück in die Partie.

Plötzlich war wieder alles möglich.

Die Mannschaft erhöhte den Druck und kämpfte sich Schritt für Schritt zurück. Und dann kam die Bank ins Spiel.

### Max Storb – der Gamechanger

Mit Max Storb wurde ein Spieler eingewechselt, der dem Spiel sofort seinen Stempel aufdrückte.

Storb brachte Energie und Dynamik auf den Platz und hatte entscheidenden Anteil am nächsten Treffer: Nach seinem Einwurf war es Jannik Schiffer, eigentlich Torwart der U19, der mit einem starken Kopfball den Ball ins lange Eck beförderte.

2:2!

Ein Moment, der sinnbildlich für diesen Abend stand. Jeder war bereit, Verantwortung zu übernehmen – sogar der Torwart als Kopfballtorschütze.

### Diego Karakelle bleibt vom Punkt eiskalt

Doch damit war die Geschichte noch lange nicht geschrieben.

Zülpich hatte das Spiel mittlerweile komplett angenommen und bekam die Möglichkeit, erstmals selbst in Führung zu gehen.

Diego Karakelle übernahm Verantwortung und blieb vom Punkt eiskalt.

3:2 für Zülpich!

Aus einem 0:2-Rückstand hatte die U19 das Spiel gedreht.

### Dugin und Schepke sorgen für den nächsten Ruck

Einen entscheidenden Anteil an der Wende hatten auch Toni Dugin und Mika Schepke.

Dugin zeigte nach seiner Einwechslung in der Innenverteidigung eine herausragende Leistung und verlieh der Defensive zusätzliche Stabilität. Schepke brachte auf der rechten Verteidigungsseite ebenfalls sofort Energie und Qualität ins Spiel.

Mit beiden Spielern ging noch einmal ein Ruck durch die gesamte Mannschaft.

Die Einwechselspieler zeigten eindrucksvoll, dass die Qualität des Kaders nicht nur in der Startelf steckt.

### Kilian Mies mit dem Sonntagsschuss

Und dann kam der Moment des Abends.

Der alles überragende Kilian Mies setzte sich mit einem starken Solo durch, ließ Gegenspieler stehen und fasste sich anschließend ein Herz.

25 Meter Torentfernung.

Mies zog ab – und setzte den Ball mit einem echten Sonntagsschuss in die Maschen.

4:2 für Zülpich!

Die Mannschaft hatte das Spiel nicht nur gedreht, sondern schien nun endgültig auf der Siegerstraße zu sein.

Doch ein Pokalspiel ist erst vorbei, wenn der Schiedsrichter abpfeift. Dahlem kam noch einmal zurück und verkürzte auf 3:4. Die letzten Minuten wurden entsprechend noch einmal zu einer echten Nervenschlacht.

### 120 Minuten Charakter

Am Ende brachte die U19 den Vorsprung über die Zeit.

Nach 120 Minuten stand fest:

SG Dahlem-Schmidtheim 3:4 TuS Chlodwig Zülpich U19.

Ein Sieg, der für weit mehr steht als nur das Weiterkommen im Pokal.

Die Mannschaft musste gegen einen tiefen Block Lösungen finden. Sie lag mit 0:2 zurück. Sie musste über 120 Minuten gehen. Und trotzdem blieb der Glaube an die eigene Stärke bestehen.

Luis Banha Ladeira, Max Storb, Jannik Schiffer, Diego Karakelle und Kilian Mies sorgten mit ihren entscheidenden Aktionen für die spektakulären Momente. Dazu kamen mit Toni Dugin und Mika Schepke zwei Spieler, die nach ihrer Einwechslung einen enormen Impact hatten.

Und genau das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis dieses Abends:

Diese Mannschaft hat viele Gesichter – und jeder kann zum entscheidenden Spieler werden.

Auch die Zahlen unterstreichen diese Entwicklung: Erneut gab es fünf Veränderungen in der Startelf. In den vergangenen drei Spielen kamen damit bereits 22 von 26 Spielern zum Einsatz.

Die Breite des Kaders zahlt sich aus.

Am Ende steht ein spektakulärer 4:3-Pokalsieg nach Verlängerung, ein unglaubliches Comeback und eine Mannschaft, die gezeigt hat, dass sie auch dann an sich glaubt, wenn der erste Plan nicht funktioniert.

Der Habicht fliegt weiter. 🦅