Erneut mussten die Alten Herren kurzfristig das Heimrecht tauschen, da auf der heimischen Sportanlage mal wieder kein Platz für die Herren der etwas älteren Generation vorgesehen war. Daher geht zunächst ein herzlicher Dank an Wüschheim-Büllesheim, die sich völlig unkompliziert bereit erklärten, das Heimrecht zu übernehmen. So konnte dem gepflegten AH-Fußball nichts mehr im Wege stehen.
Und gepflegter Fußball wurde tatsächlich geboten. In der ersten Halbzeit zeigte der TuS eine richtig starke Leistung. Die Gastgeber wurden weitgehend in die eigene Hälfte gedrängt und kamen kaum zur Entfaltung. Lediglich bei einem Konter wurde es einmal gefährlich – ansonsten hatte der TuS das Geschehen gut im Griff. Folgerichtig fiel auch die Führung für den TuS. Johannes Bauer brachte den TuS mit 1:0 in Front. Kurz vor dem Pausenpfiff legte Matteo Rarog noch einen drauf. Mit einem gefühlvollen Heber überwand er den gegnerischen Keeper und sorgte für den vermeintlich beruhigenden 2:0-Halbzeitstand. Vermeintlich – wie sich später noch herausstellen sollte.
Durch einige personelle Wechsel zu Beginn der zweiten Hälfte änderten sich die Spielanteile. Wüschheim-Büllesheim erhöhte den Druck und kam zu einigen guten Torchancen. Aber auch der TuS hatte seine Möglichkeiten und vergab mehrere hochkarätige Konterchancen, die durchaus für eine Vorentscheidung hätten sorgen können.Stattdessen kam der Gastgeber durch zwei Unachtsamkeiten in der TuS-Hintermannschaft zum Ausgleich. Der TuS ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und ging durch Valdon Halimi erneut in Führung. Doch auch diese Führung sollte nicht lange Bestand haben: Eine weitere Unachtsamkeit ermöglichte Wüschheim-Büllesheim den erneuten Ausgleich. In der Schlussphase übernahm der TuS noch einmal das Zepter und drängte auf den Siegtreffer. Ein TuS-Spieler wagte aus rund 30 Metern einen eher unnötigen Torschuss, der gegnerische Keeper konnte den Ball locker aufnehmen und leitete umgehend einen Konter ein. Dieser führte schließlich zum 4:3-Siegtreffer für Wüschheim-Büllesheim. Für einen letzten Aufreger sorgte die Nachspielzeit. Der letzte Angriff des TuS schien bereits geklärt, als der Torwart im Strafraum noch den Fuß von Sven Haye berührte. Ein Elfmeter wäre hier durchaus vertretbar gewesen. Eine letztlich unnötige Niederlage in einem guten und unterhaltsamen AH-Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdient gehabt hätte.