
Um es gleich vorweg zu sagen: Dieser Vormittag hatte alles. Enttäuschung, ein Erfolgserlebnis zur rechten Zeit, den vielleicht besten Auftritt dieser Saison – und am Ende Tränen, die man erst mal trocknen musste. Aber der Reihe nach.
Der SV Eilendorf hatte zum Leistungsvergleich geladen, ausgerichtet von der JSG Rurkicker. Zwei Gruppen, ein wenig nach Alter getrennt. In unserer Gruppe warteten mit dem SV Eilendorf, dem TSV Meerbusch, dem Bonner SC sowie dem SC Pulheim ausschließlich U8-Teams auf uns. Gruppe 2 bildeten U8-Mannschaften vom 1. FC Düren und SV Eilendorf sowie sehr starke U7-/U8-Teams der JSG Rurkicker, vom VfR Würselen und vom Bonner SC. Große Namen also – und darunter auch wieder zwei Partnervereine des NLZ von Borussia Mönchengladbach.
Eine Stunde Anfahrt, erstes Spiel um 9 Uhr. Man merkte sofort: Die Kinder waren noch nicht wach, und wir starteten so schwach ins Turnier wie lange nicht. Niederlage gegen Meerbusch, deutliche Niederlage gegen Eilendorf, Niederlage gegen den Bonner SC. Alles Teams, gegen die man verlieren darf – nur das Wie störte uns doch gewaltig. Viele unserer Kids waren meilenweit von dem entfernt, was sie eigentlich können. Und das tat weh – nicht wegen der Ergebnisse, sondern weil wir alle wussten, dass da so viel mehr drin sein könnte.
Dann kam das letzte Gruppenspiel gegen Pulheim. Weil die ersten Vier ins Viertelfinale einzogen, war noch alles drin: ein Sieg, und wir sind weiter. Die Leistung war wieder nicht das, was sie sein kann – aber die Jungs haben verdient gewonnen. Und vielleicht hat es genau dieses Erfolgserlebnis gebraucht. Denn danach zeigte die Mannschaft endlich ihr wahres Gesicht.
Im Viertelfinale wartete der Erste der anderen Gruppe: natürlich die zweite Mannschaft des bärenstarken SV Eilendorf – ein Verein mit einem extrem breiten Kader auf höchstem Niveau –, der bis dahin wieder einmal alles mehr oder weniger mühelos gewonnen hatte. Doch dann kamen wir. In unserem mit Abstand besten Spiel des Vormittags haben wir Eilendorf absolut verdient mit 3:1 geschlagen. Die Jungs waren wach, sind in jeden Zweikampf gegangen und haben endlich das Pressing gespielt, das wir sehen wollen. Was für eine tolle Leistung!
Im Halbfinale trafen wir erneut auf Meerbusch. Ein tolles Spiel mit super Möglichkeiten, doch belohnt haben wir uns nicht – und hatten kurz vor Schluss noch Glück, als ein direkter Freistoß knapp danebenging. Im Elfmeterschießen war das Glück dann aufgebraucht: Nach jeweils sechs Schüssen trafen drei unserer Jungs, aber vier aus Meerbusch. Finale denkbar knapp verpasst.
Das kleine Finale gegen den Bonner SC folgte direkt im Anschluss. Beim Anpfiff waren wir Trainer noch damit beschäftigt, einige der Jungs zu trösten. Dass da keine Topleistung mehr kommt und das Spiel deutlich verloren geht – geschenkt. Manchmal ist ein Arm um die Schulter wichtiger als ein dritter Platz.
Zu Beginn waren wir alle etwas enttäuscht – Spieler, Trainer, Eltern –, wissend, dass dieses Team zu so viel mehr imstande ist. Doch der Sieg gegen Eilendorf hat einmal mehr gezeigt: Wenn diese Jungs wach sind, halten sie mit den ganz Großen mit. Jetzt müssen sie das nur auch um 9 Uhr morgens abrufen. 😉

Drei Spielfeste, drei Samstage voller Fußball – Zeit, einmal kurz innezuhalten. Und ehrlich: Wer sieht, was diese Kids in den ersten Wochen der Saison auf den Platz bringen, der bekommt einfach Lust auf mehr.
Fangen wir mit dem an, was uns am meisten stolz macht: An jedem Wochenende konnten wir bisher vier, meistens jedoch sogar fünf Teams stellen. F-ü-n-f Teams aus einem Jahrgang! Wer z. B. beim Training schon mal gesehen hat, wie da eine ganze Armada in Rot und Weiß rumwuselt, weiß, was für ein Bild das ist. Und was ebenfalls voll aufgeht, ist unser Ansatz, in zwei Pools zu spielen. So bekommt jedes Kind Spiele auf seinem Niveau, in denen es sich beweisen und über sich hinauswachsen kann.
Unser Grundgedanke ist dabei ganz einfach: Wir bilden Mannschaften, die untereinander auf Augenhöhe kicken. Klar glänzen dadurch die stärkeren Teams, während die schwächeren schwerere Tage haben. Aber wisst ihr was? Auch unsere vermeintlich schwächeren Teams haben längst gepunktet, jede Menge Tore geschossen und sogar Spiele gewonnen. Und wie stolz diese Kinder nach so einem Sieg vom Platz gehen, das muss man einfach gesehen haben. Genau darum geht es in diesem Alter: Spielpraxis, Erlebnisse, Fußball spielen.
Nach drei Spielfesten haben sich drei Leistungsstufen herauskristallisiert. Unsere Top-Kids halten nicht nur gegen bessere 2018er-Teams mit, sie schlagen die ein Jahr älteren Gegner auch – teilweise deutlich. Gegen die 2018er aus Billig, Kommern, FiSa, Weilerswist und Mechernich stehen bereits Siege auf unserem Konto. Dahinter stecken Wille, Zusammenhalt, verdammt viel Spielfreude und jede Menge Talent – und vielleicht, ganz vielleicht, auch ein bisschen gutes Training.
Unsere zweite Garde feiert ihre ganz eigenen Erfolge: Gegen 2019er-Teams räumt sie durchweg ab und hält auch gegen nicht ganz so starke 2018er ordentlich mit. Gegen bessere 2018er oder sehr starke 2019er ist es allerdings noch schwer. Hier heißt es: Verantwortung übernehmen, den Ball fordern, mutig sein. Das muss man in diesem Alter erst lernen – und wir sind sicher, dass sie es lernen werden.
Und dann sind da noch unsere Jungs und Mädels, die noch ein paar Schritte vor sich haben. Ja, sie erleben auch mal ein schwieriges Spielfest – und ja, auch für uns Trainer ist das nicht immer einfach. Aber als reiner Jungjahrgang gehen sie oft gegen 2018er-Teams ins Rennen, mit einem Jahr weniger Erfahrung, Körpergröße und Wucht. Das wird sich nächstes Jahr ganz anders anfühlen. Und trotzdem finden sich schon jetzt Gegner, gegen die sie auf Augenhöhe spielen – und genau dort sieht man, wie viel Herz in diesen Kindern steckt.
Alles in allem sind wir sehr zufrieden. Wir sehen Kinder, die Fußball lieben, die füreinander kämpfen und die von Spielfest zu Spielfest besser werden. Fünf Teams, drei Leistungsstufen, eine Mannschaft. Und wir fangen gerade erst an!

Guter Auftritt beim JFV Sophienhöhe.Heute stand für unsere U8 der Leistungsvergleich beim JFV Sophienhöhe auf dem Programm. Und das Teilnehmerfeld konnte sich sehen lassen: Neben zwei Teams von uns und zwei Mannschaften des Gastgebers waren mit Fortuna Köln und Union Nettetal, einem Partnerverein von Borussia Mönchengladbach, zwei weitere ambitionierte Gegner mit je einem Team am Start.Mit 13 Jungs sind wir angereist und haben daraus zwei Mannschaften gebildet, die möglichst ausgeglichen sein sollten. Und der Plan ist weitestgehend aufgegangen: Am Ende des Tages standen die Plätze 3 und 4 für den TuS zu Buche. Beide Teams dicht beieinander, so haben wir uns das vorgestellt.Das Highlight unserer ersten Mannschaft war ohne Zweifel das 2:2 gegen Union Nettetal. Die Nettetaler hatten bis dahin alles mühelos gewonnen, doch gegen unsere Jungs war Schluss mit mühelos. Mit einer engagierten und kämpferischen Meisterleistung holten sie sich das völlig verdiente Unentschieden, ein Ergebnis, auf das die Jungs richtig stolz sein können. Auch der deutliche Sieg gegen Fortuna Köln fühlt sich gegen einen Verein mit so großem Namen immer besonders gut an.Unsere zweite Mannschaft stand dem in nichts nach. Ein verdienter Sieg gegen Fortuna Köln gehörte ebenso zu den Höhepunkten wie ein deutlicher Sieg gegen die zweite Mannschaft des Gastgebers. Ganz ohne Schatten blieb der Tag allerdings nicht: Gegen Union Nettetal setzte es für unsere Zweite eine sehr deutliche Niederlage, und auch beide Spiele gegen die erste Mannschaft von Sophienhöhe gingen verloren, zwar jeweils knapp, und irgendwie waren wir in beiden Partien auch nicht schlechter, aber am Ende steht eben ein Ergebnis.Alles in allem sind wir zufrieden mit dem, was die Jungs heute gezeigt haben. Gleichzeitig hat uns dieser Leistungsvergleich aber auch klar aufgezeigt, woran wir in den nächsten Wochen arbeiten müssen: schnellere Entscheidungen, mehr Bewegung ohne Ball und ein bisschen mehr Cleverness im Spiel. Genau dafür sind solche Tage da. Umso schöner sind die Dinge, die bereits sichtbar besser werden: Das Zusammenspiel klappt von Woche zu Woche flüssiger, der Einsatz hat in weiten Teilen gestimmt und die Jungs fangen endlich an, den Kopf hochzunehmen, bevor der Pass gespielt wird.

Manche Jungs bekommen einfach nicht genug vom Fußball. Und genau mit ihnen sind wir heute ins schöne Winden bei Kreuzau gefahren. Ein Turnier im überschaubaren Rahmen, dafür bestens organisiert und mit richtig guter Stimmung auf und neben dem Platz.
Ursprünglich war ein reines U8-Turnier angedacht. Weil aber nicht genügend U8-Mannschaften zusammenkamen, wurde das Teilnehmerfeld kurzerhand mit U9-Teams aufgefüllt. Damit durften sich unsere Jungs gegen ein Jahr ältere Gegner beweisen. Ältere Gegner, mehr Wucht, mehr Tempo: Auf dem Papier war das für uns alles andere als ein Selbstläufer.
Was soll man sagen? Das Papier hat unsere Jungs herzlich wenig interessiert. Das Turnier im Modus „Jeder gegen jeden“ schlossen wir mit 13 von 15 möglichen Punkten und einem Torverhältnis von 17:3 ab. Einzig die Mannschaft des Gastgebers erkämpfte sich gegen uns ein aus unserer Sicht unglückliches 2:2. Ansonsten ließen wir an diesem Tag nichts liegen.
Die schönste Zahl des Tages steht allerdings in keiner Tabelle: Jedes einzelne Kind, das mitgefahren ist, hat mindestens einmal getroffen. Und so nahmen wir am Ende zwar erschöpft, aber überglücklich den Pokal für den ersten Platz entgegen.

Was für ein Auftakt in die Saison 26/27! Mit einem 25 Mann starken Kader ist unsere U8 in die neue Spielzeit gestartet – und allein hinter dieser Zahl steckt bereits eine eigene Geschichte. Umzüge und Mannschaftsauflösungen anderer Vereine haben uns im Sommer sowohl in der Breite als auch in der Spitze spürbar verstärkt. So viele Jungs bringen allerdings auch ihre Herausforderungen mit sich – wir müssen uns aufteilen. Und genau das haben wir am ersten Spieltag getan.
Für unsere Jungs, die noch ein paar Schritte vor sich haben, ging es im Rahmen der Saisoneröffnung beim TuS im Testspiel gegen unsere E-Mädchen zur Sache. Vier richtig spannende Partien standen auf dem Programm, zweimal im 3 gegen 3 und zweimal im 3+1. Am Ende hatten die Mädels insgesamt die Nase vorn, doch unsere Jungs haben ordentlich Paroli geboten, jede Menge Tore erzielt und vor allem eines gezeigt: richtig Bock auf Fußball.
Unsere erste Garde brach direkt im Anschluss an die Saisoneröffnung nach Aachen auf, zum Pre-Season Cup des SV Eilendorf. Und Junge, was war das für ein geiles Turnier! 40 Mannschaften aus Köln, Bonn, Aachen, Wuppertal, Düsseldorf, Mönchengladbach, Heinsberg, dem Ruhrpott sowie den Niederlanden trafen sich dort, die allermeisten davon mit einem klar formulierten Leistungsgedanken. Ohne übertreiben zu wollen: Wir haben dort viele der besten U8-Teams aus ganz NRW gesehen – und wir mittendrin.
Auch der Modus war eine Ansage. Champions-League-Format mit sechs Gruppenspielen gegen zufällig zugeloste Gegner, die Plätze 1 bis 24 direkt qualifiziert für die KO-Runde, die Plätze 25 bis 40 ab in die KO-Relegation. Natürlich sind wir nicht nach Aachen gefahren, um das Turnier zu gewinnen. Abschlachten lassen wollten wir uns aber auch nicht. Unser Ziel war daher klar formuliert: die direkte Qualifikation fürs Sechzehntelfinale in der KO-Runde.
Um es kurz zu machen – Ziel erreicht. Wir schlossen die Vorrunde auf Platz 20 ab und schieden erst im Sechzehntelfinale denkbar unglücklich mit 0:2 gegen den SSV Buer aus dem Pott aus. Zu den Highlights zählten ein 1:0 gegen Köln West und ein 5:0 gegen den SSV Berghausen. Beide Teams kennen wir noch aus der vergangenen Hallensaison, als wir ihnen klar unterlegen waren. Solche Ergebnisse zeigen besser als jedes Wort, welchen Weg diese Mannschaft in wenigen Monaten zurückgelegt hat. Gegen den VfR Würselen und die Sportfreunde Hörn trennten wir uns jeweils unentschieden. Weniger schön waren das 0:5 gegen Gastgeber und späteren Turniersieger SV Eilendorf – in der Höhe deutlich zu hoch, im Ergebnis aber verdient – sowie das 1:3 gegen Wattenscheid 09, denen wir lange einen großen Kampf auf Augenhöhe geliefert haben.
Wir finden, Platz 20 bildet unseren aktuellen Leistungsstand fair ab, auch wenn platzierungstechnisch sicher noch etwas mehr drin gewesen wäre. Zur absoluten Spitze und zu den gecasteten Teams in unserem Altersbereich fehlt uns noch ein gutes Stück. Ehrlich gesagt ist das aber auch eine Art von Fußball, die man wirklich wollen muss – auf dem Platz wie daneben. Entscheidend ist für uns etwas anderes: Mit unseren Verstärkungen halten wir gegen ambitionierte Mannschaften aus deutlich größeren Einzugsgebieten mit, und an manchen Tagen vielleicht sogar mehr als das. Eine schöne Entwicklung, die richtig Lust auf diese Saison macht!
