Die Partie zwischen dem SV Breinig und unserer 1. Mannschaft erfüllte alle Erwartungen, die man an das Aufeinandertreffen zweier Aufstiegsaspiranten haben konnte. Das, an Spannung kaum zu überbietende, Duell gewannen die Römerstädter spät, aber verdient mit 3:4.
In der Anfangs-Viertelstunde übernahm der TuS zunächst das Spielgeschehen und hatte durchaus auch Möglichkeiten den ersten Treffer zu erzielen. Nach einem katastrophalen Fehlpass im Aufbauspiel, war es jedoch der Gastgeber, der zur Führung einnetzte (21.). Lucas Carell machte seinen Fehler zehn Minuten später, nach einer Berekoven-Ecke, wieder gut und traf per Kopf zum Ausgleich. Durch aggressives Pressing schaffte es die Zülpicher-Offensive im Verlaufe der Partie immer wieder den SV in Bedrängnis zu bringen. So auch in der 37. Spielminute, als ein eroberter Ball beim schnellen Ohrem landete, dieser in den Strafraum eindrang und für Thomas Leßenich auflegte, der zum 1:2 vollendete. Der letzte Abschnitt des ersten Durchgangs gehörte wiederum den Gastgebern, die die Partie durch einen Doppelpack (40. & 45.) erneut drehen konnten.
In der zweiten Halbzeit konnte der TuS sich defensiv stabilisieren und drängte fortan auf den Ausgleich. Nachdem Marvin Iskra kurz zuvor noch eine aussichtsreiche Chance hatte liegen lassen, tankte er sich in der 73. Minute durch den Breiniger 16er und vollendete abgezockt mit der Picke. Ohrem hätte kurz darauf wahrscheinlich erhöhen können, wurde aber per Notbremse gestoppt. Der Schiedsrichter zückte hier, zum Unverständnis der TuS-Anhänger, nur Gelb. Es folgte eine extrem spannende Schlussphase mit Torraumszenen beider Mannschaften. Die Gastgeber scheiterten am Pfosten und am stark parierenden Beyers, während Iskra auf der anderen Seite für Ekstase sorgte. Einen per Kopf verlängerten Einwurf knallte der Angreifer am langen Pfosten in die Maschen und bescherte dem TuS somit den Sieg in der Nachspielzeit (90+2.).
Auf Grund der erhöhten Spielanteile und einem Chancenplus, war der Sieg - insbesondere im zweiten Durchgang - definitiv verdient. Die Fans sahen ein wahres Spitzenspiel und wohl die beeindruckendste TuS-Leistung der letzten Jahre.
Tabellarisch liegt man nun zwei Punkte vor dem Konkurrenten und hat den Ausgang des Aufstiegsrennens fortan in der eigenen Hand. Zählt man die Punkte aus der abgebrochenen Partie bei Verlautenheide hinzu, sind es sogar fünf - bei einem ausgetragenen Spiel mehr.
Das Saisonfinale dürfte nun extrem spannend werden, da David Sasse und sein Team sich praktisch keinen Fehltritt mehr erlauben dürfen, um den Vorsprung ins Ziel zu retten und sich somit den Traum vom Aufstieg zu erfüllen.
